Im Süden überwintern

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Gillepumpe
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#106 Beitrag von Gillepumpe » 3. Mär 2014, 11:17

Wir werden auf jeden Fall darüber berichten. Bis dahin alles Gute und viel Spaß beim Palmenzählen.
Gruß Peter und Gitte

Das hoffe ich doch. Denn ich kann eure Berichte und Bilder die ihr macht, immer und immer wieder mit Freude in mich reinziehen und habe das Gefühl, als wäre ich bei diesen Abenteuertouren dabei.
Macht weiter so.
Grüße

Ps.: Auf dem CP Ourti habe ich meine Wäscheleine (sie ist aus roter Kunststofffaser) also auch geeignet damit Fzg. abzuschleppen, leider zwischen zwei Bäumen hängen lassen als ich dort wegfuhr. Genau vor dem Hintereingang des Restaurantes. Also könnt ihr ruhigen Gewissens nach dem Wäsche waschen, eure Wäsche daran aufhängen, ich genehmige es als Eigentümer. ha ha Dort gibt es auch WIFI-verbindung.

Nixus
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#107 Beitrag von Nixus » 3. Mär 2014, 22:36

Gillepumpe hat geschrieben:.....ich kann eure Berichte und Bilder die ihr macht, immer und immer wieder mit Freude in mich reinziehen....
Vielen Dank für die Blumen!
Solch´ ein nettes Kompliment von einem alten "Marokko-Hasen" zu bekommen, freut mich schon sehr.

Überhaupt möchten wir uns einmal bei allen, die sich hier an diesem Thema beteiligen, herzlich für die aufmunternden Beiträge bedanken.
Aber auch all die Jenigen, die im Hintergrund, ohne einen Beitrag hier im Forum, unsere Reise verfolgen, möchten wir grüßen.
Seien es die lieben Familienangehörigen in der Heimat, die ehemaligen Arbeitskollegen bei der Telekom und bei der Caritas,
die netten Nachbarn daheim und in Spanien, die guten Seelen Marianne und Horst, die zuhause auf unser Häuschen aufpassen und all die, die man unterwegs kennen gelernt hat.

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Einen freundlichen Gruß auch zu den holländischen Nachbarn aus Valkenburg, die uns heute morgen, mit ihrem Concord per Lichthupe angehalten haben, nur um uns ein herzliches "Hallo" rüber zu werfen und uns mitzuteilen, dass man unseren Bericht aufmerksam verfolge. "Dank je wel!"

Wir sind nun auf einem CP am Eingang zur Todra-Schlucht und werden morgen, "in salah", eine erste Tour in die Schlucht unternehmen. Ob wir gleich die Querung zur Dades-Schlucht einbinden werden, machen wir von den Wetter und Wegeverhältnissen abhängig. Dort geht es bis auf 2800 Meter hinauf und es könnte in dieser Höhe durchaus noch reichlich Schnee liegen.
In jedem Fall werden wir über die Fahrt berichten.
Bis dahin alles Gute und freundliche Grüße,
Peter und Gitte.
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Nixus
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#108 Beitrag von Nixus » 4. Mär 2014, 23:54

Neues aus dem Süden.

Wir haben uns heute die beiden Schluchten in der Nähe unseres Camps angeschaut, die Todra- und die Dades-Schlucht. Um die Strecke zu verkürzen, wollten wir die beiden Schluchten mit einer Offroad-Überquerung des dazwischen liegenden Gebirgszuges verbinden.

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Wir starteten also am frühen Morgen, weil die zu fahrende Strecke mindestens 50 km Offroad-Piste beinhalten sollte. Anfangs der Route wird das Tal der Todra noch landwirtschaftlich genutzt und der Anbau von Gemüse und Getreide kann durch die Bewässerungsmaßnahmen sicher gestellt werden.

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Als wir jedoch dem Flusslauf weiter bergauf folgten, wurden der Wasserlauf und somit auch die Landschaft immer trockener und karger. Der Boden ist hier in dem Gebiet sehr felsig und das Wasser, wenn es denn auch wirklich mal regnen sollte, fließt über die Felsen viel zu schnell ab, als dass man hier etwas anbauen könnte.

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Aus diesem Grunde haben sich die Menschen eine andere Einkommensquelle gesucht und sind damit anscheinend sehr erfolgreich. An den Eingängen und auch innerhalb der Todra-Schlucht, zwischen den fast 300 m senkrecht aufragenden Felswänden, haben die Berber ihre Teppiche, Schmuck, Lederwaren und was es sonst noch alles gibt, in zahlreichen Verkaufsständen den Touristen zum Kauf angeboten. Schon morgens werden die Stände mit den Waren befüllt.

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Einige Kilometer weiter erblickte ich diese Höhlen in der Felswand

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und erkannte, dass sie noch von einer Berberfamilie bewohnt wurden. Als die Leute bemerkten, dass wir sie gesehen hatten, winkte man uns freundlich zu.

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Es war wohl gerade Waschtag, denn die Wäsche hing noch zum trocknen zwischen den Felsbrocken.

Als wir dann an den Abzweig zur Dades-Schlucht kamen, riefen uns gleich mehrere junge Marokkaner unabhängig von einander zu, dass die Piste seit kurzem gesperrt wäre. Sie würden zwar noch einen anderen Weg kennen, aber ohne einen „Guide“ wäre er für uns nicht zu schaffen. Natürlich boten sich die Jungs gleich persönlich für die ca. 50 km lange Führung durch das Gebirge an. Wir bemerkten schnell, in welche Richtung die Unterhaltung ging und verabschiedeten uns von den "freundlichen Pfadfindern". Um aber auch kein Risiko einzugehen, haben wir uns dann entschlossen, den normalen Weg über die Nationalstr. N10 zur Dades-Schlucht zu nehmen.

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Der Fels in der Dades-Schlucht verfärbte sich immer wieder anders, mal gelb, mal schwarz und mal rot und an so manchen Berghängen waren die alten Dörfer kaum von ihrem Untergrund zu unterscheiden und nur bei genauerem Hinsehen zu erkennen.


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Und wie es in Marokko so üblich ist, wenn man mal in einem Ort anhält um ein paar Fotos zu machen, finden sich bestimmt ruckzuck einige Kids, die mit offenen Händen und fragenden Blicken vor einem stehen. Dann heißt es wieder: "Bonjour Madame, bonjour Monsieur".

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Zum Glück sind wir auf solche Fälle vorbereitet und packen vor jeder Tour einige Kleinigkeiten und Bonbons ein, die immer wieder dankbare Abnehmer finden. T-Shirts, Jeanshosen und andere Bekleidungsgegenstände werden hingegen gerne von den Älteren angenommen, oder als gern gesehenes Tauschobjekt benutzt.

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Diese Felsenformation nennt man den Affenfuß-Felsen. Eine Ähnlichkeit kann man nicht abstreiten. Dabei handelt es sich um eine besondere Art der Erderosion, die im Volksmund auch „Wollsackverwitterung“ genannt wird.

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Auf dem Parkplatz am Affenfuß, gleich neben dem besten Fotopunkt, werden auch hier die Waren der Berber angeboten. Natürlich ist alles echte Handarbeit.

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Und dann kommt man unweigerlich an eines der am meisten fotografierten Motiven von Marokko vorbei, an den Serpentinen in der Dades-Schlucht, die sich zum Café-Restaurant und Hotel Timzzillite und damit auf über 1820 Meter ü.n.N. in die Höhe schrauben. Ein grandioser Ausblick, den man so schnell nicht wieder vergessen wird.

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Auch an diesem Naturschauspiel haben die Einheimischen einen Verkaufsstand für die Folklore-Artikel aus dieser Region eingerichtet.

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Weiter flussaufwärts quetscht sich der grüne Fluss zwischen den engen Klippen des Gebirges hindurch und hat dabei tiefe Einschnitte in den Felsen gefressen.

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Für uns sollten es nun aber genug Sehenswürdigkeiten für einen einzigen Tag gewesen sein und wir machten uns gemächlich auf den Rückweg. Natürlich führte uns die Strecke wieder an zahllosen Kasbahs vorbei, ging durch grüne Oasen und am Ende des Tages hatten unsere Mopeds wieder einmal gute 250 km mehr auf ihrem Zählwerk.
Auf dem Campingplatz machte ich dann noch einen schnellen technischen Dienst an den Fahrzeugen, verstaute die 2-Räder auf dem Trailer und sitze nun hier und schreibe.
Morgen fahren wir dann weiter und machen nochmal einen erneuten Abstecher zu den Sanddünen der Wüstenlandschaften, zur Erg Chebbi.


Gillepumpe hat geschrieben:Ps.: Auf dem CP Ourti habe ich meine Wäscheleine.... leider zwischen zwei Bäumen hängen lassen als ich dort wegfuhr.
Das tut mir leid, die Leine ist leider nicht mehr am Ort gewesen, als wir hier ankamen. Vielleicht konnte die ein Anderer auch gut gebrauchen.

Schau mal hier, direkt gegenüber vom Affen, den kennst Du ja: Pattes de Singes

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Übrigens, die Baustelle hier im Ort von Tinerhir und am Camp Ourti ist wirklich ätzend. Ein Grund mit, warum wir morgen schon wieder weiter ziehen.

In diesem Sinne, eine gute Reise. Bis später….Peter
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rainerausrhedeems
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#109 Beitrag von rainerausrhedeems » 5. Mär 2014, 10:46

Moin Ihr Beiden!
Danke für Eure Berichte und weiterhin gute Fahrt,Rainer
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Nixus
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#110 Beitrag von Nixus » 5. Mär 2014, 23:21

Heute ging es in der Frühe weiter in Richtung Südost, nach Merzouga, am Rande der Sandwüste "Erg Chebbi.

Wir starteten schon vor 9 Uhr und frischten noch schnell im Supermarkt unsere Vorräte auf.

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Dann ging es wieder über lange gerade Straßen, die Anfangs gut ausgebaut waren.

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Dieses änderte sich dann aber, je weiter wir nach Süden kamen. Obwohl es die N12, eine Nationalstraßen war, ließ der Belag an vielen Stellen doch sehr zu wünschen übrig. Mindestens eines unserer 6 Räder passte immer in eines der vielen Schlaglöcher.

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Aber es gab natürlich auch Abwechslungen. In dem losen Wüstensand am Straßenrand sprießten an vielen Stellen solche Farbtupfer hervor. Der Blütenstand hatte zwar eine leichte Ähnlichkeit mit unseren heimischen Lupinen, aber der Rest der Pflanze stimmte im Gegensatz dazu wieder gar nicht überein.

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Dieses Foto zeigt wohl ganz klar in welchem Kontinent wir uns befinden. Vielleicht würden ein paar Antilopen, oder Zebras im Hintergrund, das ganze Bild noch ein wenig auflockern.

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Der "Lamdouar" (bedeutet so viel wie „Der kreisförmige Berg“) ist ein Vulkankrater inmitten der Wüste. Durch eine 3 m breite Öffnung einer dicken Mauer, kann man sogar mit dem Fahrzeug auf den oberen Rand fahren und von oben in den Krater und über die ehemalige Meeresebene schauen.

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Nach etlichen Stunden einer kurzweiligen Fahrt kamen wir dann auf dem CP „Les Pyramides“ an und fanden auch gleich einen Stellplatz, bei dem unsere Vorderräder direkt vor den Sanddünen der Erg Chebbi stehen. Man braucht weder einen Zaun, noch eine Mauer zu überwinden, um in den Dünen spazieren gehen zu können.

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Gitte hat gleich wieder einen neuen Freund kennen gelernt und mit ihm einige Schmuckgegenstände und Kleidungsstücke getauscht.

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Anschließend machten wir noch eine kleine Wanderung durch die herrliche Landschaft. Es ist wie in einem Traum, aus dem man gar nicht mehr aufwachen möchte.

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Endloser Sand! Die hohe Düne in der Mitte ist etwa 150 m hoch. Von unserem Stellplatz ist der Gipfel in ungefähr 1 Stunde erreichbar. Die richtige Größe kann man erst erkennen, wenn jemand auf der Spitze steht und kaum mit bloßem Auge zu sehen ist.

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Und der Höhepunkt ist dann am Abend der Sonnenuntergang.
Dann macht die „goldene Stunde“ ihrem Namen alle Ehre und verwandelt die Dünen in ein rotgoldenes Farbenspektakel. Im Laufe einer viertel Stunde verändert sich die Farbe des Sandes von blassem Gelb, bis hin zu tiefen Rot- und Goldtönen. Wir sind jetzt gerade mal ein paar Stunden an diesem herrlichen Ort und können es noch gar nicht so richtig glauben, was für eine tiefe Bewegung diese Landschaft in unserem Inneren bewirkt.

Zum Abschluss wieder einmal eine Übersichtskarte, die unseren bisherigen Fahrweg aufzeigen soll.

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So, nun gehen wir aber auch so langsam zu Bett. Der Tag hat viel Neues für uns gebracht und er war anstrengend. Die Kamele, die gleich neben unserem Stellplatz in ihrem Lager sind, haben auch schon auf ihre eigene tierische Art und Weise „Gute Nacht“ gesagt.
Gruß Peter und Gitte

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xplay
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#111 Beitrag von xplay » 5. Mär 2014, 23:49

Hallo Gitte hallo Peter,

ich fahre nun schon seit den ersten Tag mit euch mit und bin immer wieder beeindruckt welche tolle und wohl einzigartige Bericherstattung uns Details zeigt die ein normal Tourist (und da meine ich auch Womo Touristen) wohl kaum sehen wird - es wurde im Forum schon mehrfach sehr richtig gesagt, dass man sich beim lesen eurer Berichte in der Tat fühlt als ob man life dabei wäre. Ich glaube das ihr mit euren Motorrädern die richtige Kombination gefunden habt um wirklich das optimale aus eurer Marokkotour herauszuholen. Wir alle - und ich glaube ich darf da für alle sprechen - wir sind nicht nur beeindruckt sondern wir warten täglich und fast schon süchtig auf eure neuen Eindrücke von eurer - aus meiner Sicht - einzgiartigen Tour.
Wir freuen uns schon auf morgen - lasst es euch gut gehen - wir gönnen es euch von Herzen

Gruß und tschüss aus der Heimat Ernst
Gruß Doris & Ernst
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Nixus
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#112 Beitrag von Nixus » 6. Mär 2014, 00:42

Hallo Ernst,
wir haben uns über Deine netten und offenen Zeilen sehr gefreut. Das ist wie das Öl, das eine Flamme zum brennen braucht. Vielen Dank dafür.

Du schreibst, dass wir mit den Motorrädern wohl die richtige Kombination gefunden hätten, was bestimmt nicht falsch ist. Allerdings schreibe ich in diesem Jahr mein Alter auch schon mit einer 6 als erste Ziffer und da sind solche Unternehmungen auf 2 Rädern manchmal schon ein wenig grenzwertig. Ich denke da besonders an unsere geliebten Offroad-Touren. Bisher ist noch nie etwas passiert, bei dem sich jemand verletzt hat. Sollte das jedoch einmal passieren ist die Wiederherstellung der Gesundheit bestimmt nicht so einfach, wie in den jungen Jahren.
Aus diesem Grunde denken wir daran, die beiden 2-Räder in absehbarer Zeit durch ein kleines 4-Rad zu ersetzen. Die Idee kam uns hier in Marokko, in der Ortschaft Zagora, als wir dieses interessante Gefährt vor einem Hotel bestaunen konnten.

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Gestern konnten wir es in der Dades-Schlucht im Einsatz bestaunen, großartig und genau wie für uns gemacht.
Es hat eine Straßenzulassung, einen 800ccm 2 Zylinder-Motor, Allrad-Antrieb über Kardan und ist gerademal etwas schwerer, als unsere beiden Motorräder zusammen.
Mit solch einem Gerät wäre es uns auch in Zukunft möglich, weiterhin unsere Touren abseits der asphaltierten Straßen zu machen und man hätte immer die Sicherheit, dass einem das Teil nicht einfach mal beim Anhalten am Berghang, umkippt.
Wir haben jedenfalls schon einmal unsere Fühler ausgestreckt und uns über solche Amazonen informiert. Vielleicht können wir hier vor Ort auch mal solch einen Buggy ausleihen und zur Probe fahren. Das Interesse ist auf jeden Fall da, fehlt eigentlich nur noch das nötige Kleingeld :lol:
Zuletzt geändert von Nixus am 7. Mär 2014, 23:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Gillepumpe
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#113 Beitrag von Gillepumpe » 6. Mär 2014, 14:07

Hallo Gitte und Pit,

Ja, ja, die beiden Schluchten haben es in sich, vor allem wenn man sie an einem Tag machen kann durch die Möglichkeit die Querverbindungspiste zu fahren, was wir mit unserem Mobil leider nicht können.

Mit unseren Fahrrädern haben wir keine Lust da zu. drxu8

Das dritte Foto von der Todra kennen wir sehr gut denn da haben wir letztes Frühjahr auf dem Schotterplatz übernachtet.

Das meistgeschossenen Bild in der Dades haben wir natürlich wie alle anderen die dort vorbeikommen vom Aussichtsplateau des Cafe - Restaurant
Timzillite bei einem Cafe ole in 2 200 m Höhe gemacht.

Also hat es sich für euch gelohnt bei den unvergesslichen Eindrücken die ihr sicher gemacht habt, diese Schluchtenrundreise zu machen.
Nach dem ich deine Anmerkungen bezüglich eines Quadautos gelesen habe, Würde ich spontan die Diagnose stellen, dass ihr vom sogenannten Afrika-Virus infiziert wurdet und die Familie Seibt des öfteren in der Zukunft hier auf diesem Kontinent egal wo auch immer verweilen wird.
Ist meine Diagnose falsch ?

Was meine Wäscheleine in Tinnerhir anbelangt, habe ich mir gedacht, eventuell einen Zuschuss beim König von Marokko zu beantragen, damit ich mir eine neue Erwerben kann.

Wir waren jetzt drei Tage in Figuig und sind noch an den Schlagbaum zur gesperrten Grenze Algerien gefahren. Die Grenze ist vom Hotel Figuig 3,5 km weg. Erstaunt hat mich dort, dass auf algerischer Seite trotz geschlossener Grenze das Grenzgebäude bebaut und renoviert wird.
Vielleicht wird man doch irgendwann von Marokko rüberfahren können nach Algerien, was mich schon des öfteren gereizt hätte, aber leider nicht ging.
Gestern ma frühen Nachmittag sind wir dann hier in Bouarfa auf dem Platz des Hotel Climat du Maroc angekommen. Morgen wollen wir dann ein Stück Richtung Mittelmeer fahren.

Weiterhin tolle Erlebnisse und schöne bebilderte Berichte.

von
Gillepumpe

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#114 Beitrag von Nixus » 7. Mär 2014, 10:25

Guten Morgen Deutschland,
es ist gerade 9:15 Uhr, knapp 20 Grad und strahlendblauer Himmel. Zeit für neue Abenteuer. Nachdem wir gestern bis zur höchsten Düne der Umgebung gewandert sind, will ich heute mal mit dem Motorrad losziehen.
Gestern Abend haben wir überraschender Weise Besuch von unseren netten Holländern bekommen , die wir schon in Tafraoute und Zagora getroffen haben. Es war allerdings schon etwas später und wir waren von der Dünenwanderung ziemlich erschöpft, so werden wir nachher erst einmal bei einer Gerstenkaltschale unsere Erlebnisse der vergangenen Tage austauschen.
Aktuelle Fotos kommen dann später.
Gruß Peter und Gitte

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derspieder
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#115 Beitrag von derspieder » 7. Mär 2014, 18:28

Hallo Ihr Weltenbummler,

mit großem Interesse verfolge ich hier Eure tolle Reise, vielen Dank für die vielen Tipps und die wunderschönen Bilder, da fühle ich mich schon fast dabei und dadurch wird meine Vorbereitung, wir fahren Anfang nächsten Jahres dort hin, schon fast so, als wäre ich schon dort. :lol:

Wie ich gesehen habe, habt Ihr auch die Stellplatz App von Edit K. und tragt dort auch fleißig viele Ergänzungen und Hinweise ein. Vielen Dank dafür, es kommt ja uns zugute.

Vieles auf Eurer Reise kommt mir noch bekannt vor, war ich doch vor sage und schreibe vierzig Jahren mit MiniCooper und Zelt auf den gleichen Pfaden unterwegs.

Hast Du inzwischen etwas erfahren können, über eine Vermietung von einem Buggy oder Quad? Denn das ist eine interessante Variante, so etwas vor Ort zu mieten. Mich würden da einmal die Preise interessieren.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Spass auf Eurer Erlebnistour und freue mich auf noch viele schöne Bilder.

Gruß
Horst und Ute



:wink:
Schöne Grüße von
Horst & Ute
Meine Reiseberichte: http://myTravel-Magazin.de
PropangastankstellenApp für "Wintergas":
https://guidewriters.com/Horst%20Frey%2 ... mobile?l=1

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xplay
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#116 Beitrag von xplay » 7. Mär 2014, 21:50

Hallo Horst - kannst du uns Unwissenden sagen von wem die von dir zitierte Stellplatz APP ist? Unter Edit.K habe ich gesucht aber leider nichts gefunden?
Gruß Ernst
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#117 Beitrag von Nixus » 7. Mär 2014, 22:32

Guten Abend Ernst,
ich helfe Dir schnell mal.
Horst meint eine kostenpflichtige App von Edith Kohlbach. Es ist ein sehr interessanter Campingführer, in dem fast sämtliche Camping- und Stellplätze von Marokko erfasst sind. Mittels einer Offline-Karte kann man sich die Standort auch auf einer Landkarte heraussuchen. Wer GPS in seinem Smartphone, oder Tablet hat bekommt immer den nächsten Platz an erster Stelle angezeigt. Die App wird ständig aktualisiert und ist dadurch immer ziemlich genau was die Preise und Platzbeschreibungen angeht. Es läuft über das Programm "Guide Writers" und ist im Google App Store zu bekommen.
Einen Campingführer gibt es von Edith auch als Buch, welches allerdings nicht online aktualisiert werden kann :wink:

Schau mal im "Sahara-Forum" nach, dort bietet Frau Kohlbach den Campingführer und die App an.


(at ) derspieder
derspieder hat geschrieben: Hast Du inzwischen etwas erfahren können, über eine Vermietung von einem Buggy oder Quad? Mich würden da einmal die Preise interessieren.
Hallo Horst,
Gitte hat mal an der Reception von unserem CP nach gefragt. Hier in Merzouga gibt es wohl nichts zu mieten. In einem der Nachbarorte soll angeblich eine Vermietung sein. Ein Buggy soll nach Aussage des Campingplatz-Chefs etwa 450 Dirham = knapp 45 Euro die Stunde kosten. Ob bei dem stolzen Preis der Guide gleich inklusive ist, weiß ich allerdings nicht :wink:

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Heute kam hier am Platz ein Franzose mit seinem Fahrzeug vorbei, da konnten wir zumindest mal in einem Polaris RZR 800 zur Anprobe sitzen.

Sollte ich zufällig doch noch eine Vermietung finden, frage ich dort noch einmal nach was es kosten soll und berichte es Dir.

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Ansonsten bleibt uns leider nur noch ein Berberbuggy zur Auswahl übrig, die stehen hier direkt neben unserem Wohnmobil in Wartestellung und sind bestimmt preiswerter.
Gruß Peter und Gitte

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#118 Beitrag von Nixus » 9. Mär 2014, 14:42

Es sind mal wieder ein paar Tage vergangen
und dadurch, dass wir noch immer in Merzouga, an der Erg Chebbi stehen, hat sich eigentlich nicht viel Neues ergeben.

Aus diesem Grunde will ich euch zumindest mal unseren Aufenthaltsort etwas genauer zeigen.

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So, wie auf diesem Bild gut zu erkennen ist, befindet sich der CP direkt an den Dünen. Die Sicht aus dem Mobilchen erstreckt sich ungehindert über die weite Wüstenlandschaft.

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Wir hatten das Glück, dass in der ersten Reihe noch ein Platz für uns frei war und nun stehen wir zusammen mit einem deutschen Pärchen aus dem Allgäu und einem holländischen Pärchen aus Valkenburg gemeinsam in unserer „Wüsten-Loge“.

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Das Wirtschaftsgebäude des Campingplatzes befindet sich in einer kleinen Kasbah. Darin sind auch die Reception und ein kleines Restaurant untergebracht. Der „Campinplatz-Chef“ kümmert sich in gebrochenem Deutsch freundlich um die Belange seiner Gäste und fast jeder Satz wird mit einem „Wellcome“ beendet.

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Dann wollen wir doch mal ins Innere der Kasbah eintreten. Bitte folgen!

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Man befindet sich nach dem Eintreten zunächst im Restaurant und dem gleichzeitigen Aufenthaltsraum. Hier ist es angenehm kühl und abgedunkelt, wenn es draußen zu heiß und die Sonne zu grell wird.

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An der Reception werden, wie üblich, die An-und Abmeldeformalitäten erledigt. Hier gibt es aber auch Kleinigkeiten, wie z.B. das morgendliche Fladenbrot, zu kaufen.

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Das Restaurant ist gemütlich, mit vielen Kissen und einem offenen Kamin eingerichtet. Nachts können hier die Temperaturen erheblich sinken, da macht solch ein Kamin auch in der Wüste seinen Sinn. Die angebotenen Speisen sind in der Regel, wie sollte es anders sein, Couscous und Tajine.

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Solche Bilder sehen wir hier täglich und was liegt dann näher, als selbst einmal an einer Karawane teilzunehmen.

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Wir vereinbarten an unserer Reception einen Termin und handelten einen fairen Preis aus. Danach trafen wir uns mit dem Karawanenführer und dieser machte uns mit den „Wüstenschiffen“ bekannt.

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Unsere mittlerweile guten bekannten Holländer (sorry, Limburger) gaben uns zu dieser Tour den Anlass und wie man unschwer erkennen kann, hatten wir auch reichlich viel Spaß bei diesem Ritt.

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Hier eine Gesamtaufnahme unserer Karawane. Wir starteten gegen 17 Uhr um von der großen Düne (im Hintergrund, ca. 150m hoch) aus den Sonnenuntergang zu beobachten.

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Mit langen Schatten ging es bis an den Fuß des riesigen Sandberges.

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Dort angekommen hieß es dann ohne Kamele den Berg zu erklimmen, damit man von dort oben den besten Ausblick genießen konnte.

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Es war traumhaft schön und die Schatten der Hügel veränderten stetig die Ausstrahlung dieser einzigartigen Landschaft.

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Je tiefer die Sonne sank, desto stärker wurden die Farben des Sandes beeinflusst, bis zum Schluss alles in einem tiefen, rotgoldenen Farbton erstrahlte.

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Wir genossen diesen Anblick und freuten uns darüber, dass wir solche eindrucksvollen Bilder gemeinsam bestaunen können.

Nun werden wir noch ein-zwei Tage hier am Ort bleiben und voraussichtlich am Dienstag in Richtung Norden starten. Ab dann geht leider wieder jeder Fahrkilometer näher zur Heimat zurück.

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Aber bis es so weit ist, werden wir den herrlichen Sonnenschein noch ausgiebig genießen.

In diesem Sinne wünschen wir euch in Deutschland ein ebenso schönes Frühlingserwachen.
Zuletzt geändert von Nixus am 9. Mär 2014, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Langertriumph
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#119 Beitrag von Langertriumph » 9. Mär 2014, 19:57

Hallo Gitte und Peter
Ich bin total geflasht von euren schönen Bildern und den Prima Beschreibungen. Eine wirklich schöne Tour macht ihr beiden da und es freut mich besonder das ihr uns mit euren Berichten und Bildern teilnehmen lasst.
Danke dafür und Bitte Bitte weiter so. :daumen :daumen
Bis denne
VLG Rosi (Maus) & Thomas (Langer)
GL 1200 SC 14 Aspencade(USA)
Niesmann-Bischoff 7000 I
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Klaudia

#120 Beitrag von Klaudia » 10. Mär 2014, 08:34

Hallo ihr Zwei,
mir /uns gehen langsam die Superlative zu den eingestellten Berichten aus.
Die Bilder sind der absolute Traum und man spürt förmlich den warmen Sand zwischen den Zehen.


Niemand kann einen Sonnenuntergang besitzen wie jenen, den wir an einem Abend gesehen haben.
So wie auch niemand einen Abend besitzen kann, an dem der Regen gegen die Fensterscheiben schlägt, oder die Ruhe, die ein schlafendes Kind ausstrahlt, oder den magischen Augenblick, in dem sich Wellen an einem Felsen brechen.
Niemand kann das Schönste besitzen, was es auf Erden gibt - aber wir können es bewusst genießen und lieben.
Paulo Coelho, Brida

Und das ihr das tut, sieht man auf jedem Bild.
Danke, dass wir Einiges davon miterleben dürfen.

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